Als einer der ersten entdeckt Thomas Lardon Anfang der 1990er Jahre die Synergieeffekte zwischen Buchmarkt und Fernsehen. Durch Exklusiv-Verträge mit RTL und SAT.1 macht er aus Fernsehserien Bestseller. Bücher und Kalender zu Bands wie den "Backstreet Boys" erreichen Millionenauflagen. Der eigens zur Vermarktung dieser Themen mit dem Axel Springer Verlag gegründete Verlag "S&L Medien-Contor" wird im Buchhandel zum Synonym für umsatzstarke Titel.
Daneben faszinieren Lardon die Geschichten, die das Leben schreibt: Biografien bekannter Persönlichkeiten wie Hajo Friedrichs (über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste), Günter Strack oder Dagmar Berghoff sind zeitgeschichtliche Dokumente.
1999 wird er Zeitschriftenverleger. Er ist Mitbegründer des Wirtschaftsmagazins "brand eins" und baut innerhalb von nur 12 Monaten und mit schmalem Budget einen funktionierenden Verlag für dieses Objekt auf. "brand eins", das Sprachrohr der New Economy, wird schon bald als das "bestgestaltete Magazin in Deutschland" ausgezeichnet.
In Kooperation mit DaimlerChrysler, dem OTTO-Versand und der OBI AG entwickelt er vielbeachtete Buch- und Kalenderprojekte. Sein Mercedes S-Class Art Book wird mit dem Preis des Art Director Clubs ausgezeichnet, das Buch "Beine" - in Zusammenarbeit mit Donna Karan entstanden - erhält den KODAK-Fotobuchpreis.
2003 entdeckt er eine Marktlücke im Bereich der so genannten "Nonbooks". Da immer mehr Buchkäufer das "komplette Geschenk" suchen und sich der Buch- und Fachhandel für neue Kombiprodukte öffnen, entwickelt er zusammen mit seiner Frau Claudia die „Collection Lardon“. Die im Verlag herausgegebenen Lifestyle-Bücher werden mit Zugaben versehen (von Golfbällen über Edel-Konfitüren bis hin zu mallorquinischem Wein und Rosenlikör) und in neu entwickelte Geschenkboxen verpackt.
Nicht nur die Presse reagiert sehr freundlich ("ein wohlüberlegtes Präsent" schreibt die FAZ), auch die Kunden sind begeistert. Bis heute konnten über 500.000 Geschenkboxen verkauft werden.
Auch die Arbeit an "großen" Projekten findet weltweit Beachtung. Die Bildbände ROMY - DREI TAGE IM MAI und MARILYN - THE NEW YORK YEARS mit bis dahin unveröffentlichten Fotos von Romy Schneider und Marilyn Monroe erreichen Bestseller-Auflagen. Die Foto-Ausstellungen dazu in der Galerie des "Café Einstein Unter den Linden" in Berlin werden von über 200.000 Menschen besucht und auch in den internationalen Medien (Guardian, El Pais, Le Monde, ABC, BBC, NBC) vorgestellt.
In Zusammenarbeit mit dem Rowohlt Verlag und dessen Autor, Dr. Eckart von Hirschhausen, entwickelt er die GLÜCKSBOX, die eine Auflage von 160.000 Stück erreicht. Der Buchhandel wird von Rowohlt beliefert. Der Lardon Verlag versorgt den Fachhandel und die Firmenkunden mit der originellen Geschenkbox.
Anfang 2011 vereinbaren Thomas Lardon und Wolf-Tilmann Schneider, der ehemalige Marketingchef von RTL und später SAT.1, wieder eng zusammen zu arbeiten. Beide kennen sich aus der Zeit der TV-Bücher. Sie nennen sich „Die Päpste“ und formulieren damit ihren Anspruch, Medienkonzepte zu entwickeln, die auf dem Marktplatz der Ideen durch Alleinstellung und Souveränität überzeugen.
Auch an seine erfolgreiche Zeit als Zeitschriftenverleger knüpft Lardon an. Das neueste Projekt heißt „128 – Das Magazin der Berliner Philharmoniker“ und wird ab Februar 2012 weltweit an den Pressekiosken erhältlich sein.
Claudia Lardon will zunächst Lehrerin werden. Nach dem Lehramtsreferendariat am Galilei-Gymnasium in Hamm/ Westfalen muss sie sich beruflich umorientieren, denn seit 1984 gilt ein Einstellungsstopp für Lehrer. Sie versucht, stattdessen mehr aus ihrer Gesangserfahrung zu machen und erhält ein einjähriges Musicalstipendium am Deutschen Theater in München unter der Leitung von Prof. August Everding. Nach einem kurzen Theaterengagement (Städtische Bühnen Krefeld) entscheidet sie sich für einen erneuten Perspektivwechsel.
Mit einem Praktikum bei Radio FFN in Hannover und einer Redakteurstelle beim Hamburger Stadtsender Radio 107 beginnt ihre journalistische Laufbahn. Es ist die Anfangszeit der privaten Hörfunk- und TV-Sender. Zum damaligen Kollegenkreis zählen neben Maria Gress (Spiegel TV) u.a. der heutige Dokumentarfilmer Stephan Lamby und Gerald Uhlig-Romero (Café Einstein Unter den Linden).
Zwei Jahre später übernimmt sie die Moderation von „Der Hamburger“, einer täglichen Regionalsendung des TV-Senders TELE 5. Kurz darauf gelingt der Wechsel zum ZDF. Sie gehört nun zum Moderatorenteam der „Tele-Illustrierte“, einem Live-Magazin der ZDF-Nachrichtenredaktion. Nach zwei Jahren geht sie zum NDR-Fernsehen. Hier erhält sie neben der Moderation einer Reisesendung die Verantwortung für eine eigene Talkshow. Bei „Treffpunkt Passage“ diskutieren jeweils vier Gäste über ein kontroverses Thema. Auf der Gästeliste stehen neben Experten auch prominente Namen aus Politik, Kultur und Wirtschaft.
1992 heiratet sie den Verleger Thomas Lardon. Er begeistert sie für die Verlagsarbeit. In der Folge stellt sie literarische Anthologien zusammen, betreut Autoren, entwickelt eigene Buchthemen, von denen einige zu Bestsellern werden. Bei der Pressearbeit für das S&L Medienkontor kommen ihr die Kenntnisse des journalistischen Arbeitsalltags zugute. Diese fließen auch in die Presse- und PR-Arbeit für das neue Wirtschaftsmagazin "brand eins" mit ein.
In den Folgejahren baut sie mit ihrem Mann die „Collection Lardon“ auf. Seit 2006 verantwortet sie den Vertrieb für Bücher und Geschenkboxen des Lardon Verlags und präsentiert das Programm neben der Buchmesse regelmäßig auf Fachmessen. Sie erobert neue Vertriebskanäle, arbeitet mit Firmenkunden, Werbemittelhändlern und Versandhäusern zusammen. Es gelingt ihr, bei diesem Kundenkreis hohe Auflagen zu platzieren.
Die Netzwerkarbeit von Frauen imponiert ihr. So wie diese in kleinen und größeren Verbänden bis hin zu den Frauenorganisationen der etablierten Parteien stattfindet, hätte sie allerdings mehr Öffentlichkeit verdient. Aktuell arbeitet sie daher u.a. am Konzept für eine Zeitschrift, in der Frauen mit interessanten Lebensläufen im Mittelpunkt stehen sollen. |